23 de octubre de 2007

you cannot run or ever, ever escape...

... detlef D! soost. da fliegt man meilen nach spanien, wo es kein deutsches fernsehen gibt und glaubt sich in sicherheit vor blöden deutschen b-promis. denkste. die wahrscheinlich größte nervensäge des casting-businesses kommt einfach hierher. in meine kleine stadt. ich bin geschockt.
es war gestern. ich laufe gemütlich durch die stadt zur uni, als mir zwei deutsche auffallen. sie stehen vor so einem auto für kinder, wo man geld reinwirft und das dann so hin und her schauckelt, und feuern lauthals mit dämlichsten sprüchen die beiden darin sitzenden kinder an. ich denke mir nur, oh man, doofe deutsche. ich betrachte im vorbeigehen die beiden typen genauer und stelle fest, der eine peinliche typ ist doch tatsächlich detlef D! soost. was will der hier? bevor ich das herausfinden konnte bin ich allerdings schnell weitergelaufen, bevor er entdecken konnte, wie toll ich tanzen und singen kann und mich noch casten will ;). und was haben wir daraus gelernt? D! ist in echt genauso doof, wie im fernsehen.

18 de octubre de 2007

Sandblasted and Set Free

Letztes Wochenende haben wir, das sind Anke, Jessica, Aurelia und Anna, einen schönen Kurztrip nach Vejer de la Frontera, Canas de Mecca und Gibraltar gemacht. Die erste Schwierigkeit die dazu überwunden werden musste, war das Auto zu mieten. Natürlich mussten wir das allerbilligste Angebot im Internet finden, anstelle das Auto an Ort und Stelle persönlich zu mieten, denn warum einfach wenn’s auch schwer geht?! Es gab ein großes hin- und her mit unbeantworteten Anrufen bei den Autoverleihern und E-mails in denen wir durch komische Formatierung nicht lesen konnten, wo man das Auto abholen sollte. Doch von so ein paar kleinen Schwierigkeiten lassen wir uns ja nicht aufhalten. Letztendlich konnten wir dann auch Samstag morgen um 09:00 unser hübsches kleines Auto abholen und direkt auf die Autobahn Richtung Vejer düsen.
Vejer ist ein kleines verschlafenes Dörfchen, das ganz oben auf einem Berg liegt. Schon von weitem kann man Vejer sehen, denn das Dorf besteht komplett aus weißen Häuschen. Ein sehr hübscher Anblick. Viel zu besichtigen gibt’s in Vejer nicht, aber dafür ist der Aussicht von dort oben einfach superb. Und auch das Dorf an sich ist echt schön mit seinen kleinen Gassen. Von da aus ging’s dann erstmal weiter zu dem super schönen Strand von Canas de Mecca. Ein absolutes Surferparadies. Super windig, eine schöne Bucht und perfekter Sandstrand. Am Anfang der Bucht wurde das ganze auch von ungefähr einer Milliarde Kite-Surfern ausgenutzt. Wir haben kurz angehalten und einfach nur bewundert, wie die ganzen Surfer es schaffen sich nicht mit ihren Schnüren gegenseitig zu verheddern. Dann sind wir noch weiter gefahren zu einem etwas abgelegeneren Stück, das fast komplett menschenleer war. Super schön und super ruhig. Totaler Gegensatz zu Cádiz, also von der Lautstärke her. Einziger Nachteil war der Wind, der uns den Sand ein bisschen um die Ohren geweht hat. Während die anderen sich von Wind und Wetter nicht haben beeindrucken lassen und trotzdem im Bikini am Strand lagen, lag ich Frostbeule daneben im Pulli und hab ein bisschen gefroren. Trotzdem war es super schön dort. Gegen Abend kamen dann auch auf einmal einige Spanier aus ihren Löchern gekrabbelt und fingen an sich um uns herum mit ihren Angeln aufzubauen. Bevor wir sehen konnten wie sie tatsächlich Fische aus dem Wasser ziehen, sind wir schnell aufgebrochen zu unserem Schlafplatz in Tarifa. Unterwegs haben wir noch einen halben Großeinkauf bei Plus gemacht. Das war wie eine Kurzreise nach Deutschland. Alles sah ganz genau aus wie zu hause. Also haben wir leckere Sachen fürs Abendessen eingekauft und haben uns im Hostel damit den Bauch voll geschlagen. Danach haben wir Tarifa noch ein wenig unsicher gemacht, haben uns eine nette kleine Kneipe gesucht und Cocktails geschlürft. Um zwei haben wir uns dann aber auch schon wieder auf den Weg ins Bett gemacht, weil wir ja am nächsten Tag noch einiges vorhatten. Zuerst konnten wir auch ein paar Stunden ganz gut schlafen, bis der Mensch eintraf, der unter mir im Hochbett schlafen wollte und mit seiner nächtlichen Ruhestörung begann: Schnarchen! Laut, lauter, am lautesten. Anke und ich sind direkt wach geworden und haben uns erstmal lautstark darüber aufgeregt, ich habe gehustet was ich konnte, aber den schnarchenden Typen hat das gar nicht gestört. Ich hatte sogar Ohrstöpsel dabei, aber irgendwie waren die soweit entfernt auf dem Boden in den tiefen meines Rucksackes, dass ich im dunkeln auch keine Lust hatte aufzustehen, aus dem Hochbett zu fallen und die nicht zu finden. Eine Möglichkeit das Schnarchen wenigstens immer mal wieder für kurze Zeit abzustellen haben wir dann sogar auch noch gefunden. Anke musste einfach nur mal kräftig an unserem Hochbett wackeln und schon war es ruhig. Wenigstens kurzzeitig. Also erholsam schlafen ist auf jeden Fall anders, vor allem weil ich noch eine schöne Erkältung mit mir herum geschleppt habe, aber na ja Nacht überstanden, dick gefrühstückt und weiter nach Gibraltar. Diesmal mit Ausweis. Erstmal haben wir das Auto kurz vor der Grenze geparkt und sind rein gelaufen. Direkt hinter der Grenze ist die Flugzeug Landebahn, wo auch direkt ein Flugzeug gestartet ist als wir ankamen. Das war echt beeindruckend. Ich war noch nie so nah und ohne Scheibe an einem startenden Flugzeug. Ziemlich cool. Dann sind wir mal wieder ein bisschen umhergeirrt, haben uns ein bisschen die Stadt angesehen, die einfach nur hässlich ist. Gefroren haben wir auch, denn auf so schlechtes Wetter waren wir irgendwie nicht vorbereitet. Ein mit dunklen Wolken verhangener Himmel und hin und wieder ein schöner Schauer Es war absolut passendes englisches Wetter. Wie sollte es in Gibraltar auch anders sein?! Wir haben uns dann in eine typisch englisches Cafe verkrümelt und Tee und Kaffee getrunken und uns aufgewärmt. Irgendwie ging uns dabei ziemlich viel zeit verloren. Plötzlich war es drei und wir sind losgeeilt zum Affenfelsen, der wollte doch noch erklommen werden und das eigentlich zu Fuß. Nach einem absoluten Chaos sind wir dann aber doch zurück, weil es ja schon ziemlich spät war und haben unser Auto geholt und sind den Weg hoch gefahren, was im nachhinein einfach nur die allerbeste Entscheidung war. Auf dem Affenfelsen war es ziemlich toll. Da laufen wirklich überall Affen rum. Außerdem haben wir noch eine schöne, super alte Tropfsteinhöhle besucht, die St. Michael‘s Cave. Danach haben wir uns noch den Siege Tunnel angeguckt. Der wurde 1779 allein mit Handwerkzeugen von den Menschen in den Felsen geschlagen und diente als Verteidigungsanlage. Ziemlich krass. Außerdem haben wir durch Zufall einen wunderschönen Aussichtspunkt gefunden. Supermegabonito. Also ich kann nur festhalten, so schön und interessant der Affenfelsen, so hässlich und langweilig die Stadt. Eigentlich wollten wir uns auch noch als großes Highlight von Gibraltar die „100 ton gun“ angucken, aber da wir den halben Tag im Cafe vertrödelt hatten, waren wir zu spät dran und konnten nichts mehr viel sehen, nur mal kurz über den Zaun lucken. Danach ging es dann müde wieder Richtung Heimat, ins eigene Bett. Alles in allem ein super schönes Wochenende. Sogar die Autofahrten an sich haben Spaß gemacht. Es war so cool durch die Sonne über die Autobahn zu düsen und dabei Kiss FM zu hören und lauthals mitzusingen :). Kiss FM kann ich wirklich nur weiterempfehlen. Die spielen eine super Mischung aus dem besten was die 90er zu bieten haben und den kitschigsten Liebeslieder überhaupt. Großartig!

8 de octubre de 2007

I put some new shoes on and suddenly everything is right

So nach einiger Zeit gibt’s nun doch noch mal einen kleinen Nachtrag zu den Geschehnissen dieser und letzter Woche. Bekanntlich hatte ich ja am Mittwoch Geburtstag. Blöderweise hatte ich den ganzen Tag über Sprachkurs. Coolerweise war dann allerdings abends eine Erasmus-Party am Strand. Kann es eine bessere Location geben um seinen 22. Geburtstag zu feiern?! Dazu habe ich auch noch tolle Geschenke von den lieben Menschen hier bekommen. Am meisten verliebt bin ich ja in meine neuen Schuhe. Ich weiß gar nicht, wie ich jemals ohne die ausgekommen bin.
Am Freitag war dann erstmal der Abschlusstest vom Sprachkurs. Mein Ergebnis habe ich gestern bekommen. Ich habe sagenhafte 7,1 Punkte von 10 und somit ein ‚C’, was bedeutet ‚Notable’ (=bemerkenswert/beachtlich) ... pfft. Was daran Notable sein soll weiß ich nicht. Also ich bin unzufrieden. Aber lassen wir das und reden lieber über Freitag Abend. Denn da sollte hier ein kleines Open Air Festival namens „Festival Arte Rock“ stattfinden und ich habe mich schon die ganze Woche darauf gefreut endlich mal ein paar Gitarren hier in Cádiz zu hören. Doch dann passierte, was ja immer passieren muss: an allen Tagen scheint die Sonne, aber am Freitag regnet es und das schöne Festival ist ins Wasser gefallen. Glücklichweise allerdings nicht so ganz. Es wurde dann von draußen nach drinnen in eine Mini-bar verlegt, was natürlich nicht ganz so cool ist, aber besser als nichts. Trotz allem haben wir uns dann auch noch todesmutig ohne Schirm vor die Tür gewagt. Und das sollte auch belohnt werden: Die (zwei) Bands die ich gesehen habe waren echt ganz cool. Vor allem ‚Supernova’ hat es mir angetan. Die hatten erstmal für den visuellen Effekt, ein nettes Bühnenoutfit an, dass mich sehr angesprochen hat. Und auch Musik die sie gemacht haben hat mich sehr angesprochen. Also wer auf Indie Scheiße steht wird die bestimmt auch mögen. Ist nichts besonders ausgefallenes, aber nett anzuhören und sie singen auf spanisch, was ich zur Abwechslung auch mal ganz gut finde. Also anhören: www.myspace.com/poproll



die band einmal ohne blitz verwackelt mit stimmung und einmal hässlich mit blitz


Am Sonntag habe ich dann zusammen mit Aurelia und Anna den Glockenturm der Kathedrale erklommen. Der Spaß hat uns 3€ gekostet, aber es hat sich definitiv gelohnt. Von dort oben hat man eine unglaublich tolle Aussicht auf die ganze Stadt. Als Sahnehäubchen gibt’s dann noch eine Stadtführung vom Band obendrauf. Luxeriöserweise ist das ganze dazu auch noch auf deutsch.
Am Montag habe ich dann endlich Bekannschaft mit dem spanischen Uni-Leben gemacht. Leider bin ich bisher von meinen Kursen leicht enttäuscht. Das englisch Niveau der spanischen Studenten ist ziemlich mies, obwohl die auch im 4. oder 5. Semester studieren... viele Dozenten haben in der ersten Stunde nur auf Spanisch gesprochen. Und dann gibt es tatsächlich auch noch Studenten, die fragen, ob die Abschlussklausur auf Spanisch oder Englisch wäre. Bitte was?! Na klar und ich darf die Klausur dann auf deutsch schreiben. Und als eine Dozentin dann endlich angefangen hat Englisch zu reden, hat sie auch noch un-glaub-lich-lang-sam-ge-sproch-en, jeden Satz noch ein zweites mal wiederholt und die ‚schwierigsten’ Wörter auch noch an die Tafel geschrieben. Ich dachte ich schlaf gleich ein. Aber mal abwarten, das Glas ist ja immer halb voll und vielleicht bessert sich das ganze ja noch... vielleicht war das ja nur die Einführungswoche. Und wenn die Dozenten viel Spanisch sprechen lerne ich vielleicht wenigstens die Sprache noch etwas besser... und außerdem habe ich tolle neue Schuhe und das ist doch das Wichtigste! ;)

24 de septiembre de 2007

Roadtrippin' ...let's go get lost...

Dieses schöne Wochenende habe ich es mir erlaubt Freitag den Sprachkurs zu schwänzen um mit Moe, Henning und Katharina nach Tarifa und Marokko zu reisen...

Tarifa (Spanien)
Freitag morgen um 6:45 ging es los mit den Bus nach Tarifa, den wir glücklicherweise so gerade eben noch erreicht haben... und wer jetzt denkt, das lag an den Mädels unter den Mitreisenden, den muss ich enttäuschen, es waren zwei Trödler namens Moe und vor allem Henning, die dafür sorgten das wir mit Sieben-Meilen-Stiefeln zum Busbahnhof eilen mussten.
Um halb 9 in Tarifa angekommen hatte zu unserem Glück natürlich erstmal das Tourist-Office noch bis halb 11 zu. Und da es uns irgendwie unsinnig erschien ohne Stadtplan durch die Stadt zu irren, haben wir uns erstmal zu Kaffee und Saft in ein Café gesetzt und gewartet. Irgendwann konnten wir uns dann endlich einen Stadtplan abholen und mussten sehen, dass die Stadt doch gar nicht mal so groß ist und es auch nicht allzuviel zu entdecken gibt. Ein paar schöne Fleckchen haben wir dann aber doch noch gefunden... leider sind wir nicht bis zum südlichsten Punkt Europas gekommen, denn vorher hat uns das Militär aufghalten ;)...
Tarifa

Nachdem wir alles in Tarifa gesehen hatten, haben wir noch einen kurzen Nachmittagsausflug nach Gibraltar gemacht.

Gibraltar (England)
Wie ich aber nun mal so bin, denk ich ja nicht so viel nach... ich hab meinen Rucksack im Hostel/Hotel gelassen, hab mir nur ein bisschen Geld in die Hosentasche gesteckt, meinen Fotoapparat und meine Wasserflasche gepackt und bin losgezogen... irgendwann im Bus auf dem Weg viel mir dann auf, dass ich meinen Pass nicht dabei hatte und das eventuell an der Grenze zu England zu einem Problem werden könnte. Diese Vermutung stellte sich natürlich als richtig heraus und so mussten die anderen drei ohne mich die Grenze überqueren. Ich bin dann ein bisschen durch La Línea geschlendert, hab mir ein Eis und eine spanische Zeitung gekauft und mich in einen Park gesetzt. Das war auch ganz chillig. Und was ich so von den anderen gehört habe ich auch nicht allzu viel verpasst, denn in den 1,5 Stunden die die anderen in Gibraltar haben sie auch nicht wirklich viel sehen können.
Gibraltar/La Línea


Tanger (Marokko)
Samstag morgen um 9 Uhr ging es dann weiter mit der Fähre nach Tanger, wo wir nach Ortszeit so gegen 8 Uhr morgens ankamen... ja genau, Tanger hat eine Zeitverschiebung von zwei Stunden was mich den ganzen Tag ziemlich verwirrt und verrückt gemacht hat. Ich frage mich, was wohl mit mir los wäre, wenn ich mal in ein Land mit richtig viel Zeitverschiebung reisen würde?! Naja egal, wie gesagt landeten wir mal wieder ziemlich planlos um 8 in Tanger am Hafen. Wir hatten eine winzige Karte von Tanger in unserem geliehen Marokkoführer, wo auch das Tourist-Office eingezeichnet war, allerdings hat uns das auch nicht wirklich weiter gebracht den der Plan war wirklich winziger als winzig. Nach ein bisschen verpeilt durch die Straßen rennen blieb uns also als einzige Möglichkeit, ab ins Taxi und zum Office fahren lassen. Für sagenhafte 5€ bei für 2 Minuten Fahrt brachte der nette Mensch uns dann direkt davor und hat wahrscheinlich das Geschäft der Woche gemacht und lacht sich immer noch ins Fäustchen über die blöden Europäer... aber egal, das Geld sei im gegönnt ;). Da standen wir dann also vor dem Tourist-Office, das natürlich geschlossen war und noch nicht mal ein Öffnungsschild war zu sehen. Dafür kam direkt ein netter Mann auf uns zu gerannt, stellte sich als Ali vor und wollte unser Guide werden. Er meinte das Tourist-Office hätte das gesamte Wochenende geschlossen, aber er könnte uns dafür durch die Stadt führen. Uns kam das natürlich suspekt vor... ein Tourist-Office, dass das gesamte Wochenende geschlossen hat, wo doch die meisten Touristen am Wochenende kommen?!? Also erstmal wieder ab ins nächste Café zu Kaffee und Wasser. Ali wurden wir natürlich erstmal nicht wieder los. Der kam fröhlich hinter uns her, quatschte uns bzw. hauptsächlich Moritz zu und schien auch noch in dem Café zu arbeiten... Als ich mein Wasser bestellte wurde er vom Chef zum Laden gegenüber geschickt, wo er mir dann mein Wasser gekauft. Verrückt. Nach etwa einer Stunde Wartezeit hatte das blöde Tourist-Office natürlich immer noch zu und wir gaben das warten auf, liefen nach Anweisung zur nächsten Buchhandlung und kauften uns da einen Stadtplan, von dem wir dann allerdings auch etwas wurden, denn die meisten Straßen der Medina standen nicht auf der Karte. Im nachhinein muss ich allerdings sagen, dass es uns auch kein Stück weitergeholfen hätte, wenn Straßennamen auf dem Plan gestanden hätten, denn in der Medina waren sowieso nirgendwo Straßenschilder. Ich würde wirklich gerne mal die Altstadt von oben sehen, denn das war dort wirklich wie ein krasses Labyrinth. Den halben Tag sind wir umhergeirrt und irgendwie sah es überall gleich aus... überall die gleichen kleinen Geschäfte, die den gleichen Schmuck, die gleichen Holzkästchen und die gleichen Keramikteller verkauft haben und überall natürlich die gleichen aufdringlichen Verkäufer. Trotz allem haben wir es aber geschafft uns ein paar schöne Orte in Tanger anzusehen... wobei das wahrscheinlich eher Glück und Zufall war, dass wir dahin gefunden haben.
Als erstes sind wir durch Zufall auf dem Place du 9 Avril 1947 gelandet, ein großer Platz und Verkehrsknotenpunkt von Tanger und zugleich auch wichtiger Marktplatz. Warum der Platz allerdings 9 Avril 1947 heißt und was da an diesem Tag genau passiert ist konnten wir nicht herausfinden. Danach haben wir dann irgendwie zur Kasbah gefunden... mehr oder eher weniger mit der Hilfe eines Einheimischen, der gehört hatte, dass wir dort hinwollten und uns irgendwie kreuz und quer durch die Stadt gescheucht hat. Vorbei an dem Restaurant von ich glaube seinem Vater, vorbei an dem Gewürzladen von irgendeinem Verwandten, in dem Moritz an irgendwelchen Sachen riechen sollte und zu guter letzt vorbei an irgendeinem anderen Schrottladen. Dann sind wir ihn irgendwie losgeworden hatten natürlich weniger als je zuvor ne Ahnung wo wir waren und kamen dann doch am Kasper, dem höchstgelegensten Teil der Medina an. Von dort aus hat man einen super Ausblick auf das Meer und bei guten Wetter kann man bis nach Spanien gucken. Leider war es bei uns in der Ferne etwas diesig, deswegen haben wir nüx gesehen. Danach waren wir noch im Museum Dar el-Makhzen im ehemaligen Sultanpalast. War auch ganz schön, vor allem gab es dort einen schönen Garten, wo wir erstmal eine kurze Verschnaufspause eingelegt haben. Gestärkt ging es dann noch zur Grande Mosquée, die von außen sehr schön aussah und in die wir ungläubigen und vorallem wir Frauen natürlich nicht hinein durften. Vor der Moschee drängte sich dann auf einmal eine Menschentraube um mich und von allen wurde ich auf französisch und spanisch zugequatscht und über meinen Kopf hinweg stritten sie, ob ich nun hinein gehen dürfte ider nicht. Die einen meinten, ich dürfte in die Moschee gehen, wenn ich meine Schuhe ausziehen würde, die anderen dagegen haben gesagt auf keinen Fall und ich stand irgendwie dazwischen... Schließlich haben wir uns dann auf die Suche nach einem Restaurant begeben um original marokkanischen Couscous zu essen und danach in unser Bett zu fallen.
Am nächsten Tag haben wir dann geplant noch Cap Spartel und die Herkules Grotte anzugucken und damit den Vormittag und Mittag zu verbringen und um 15 Uhr Marokkanischer Zeit zurück nach Spanien zu fahren. Als erstes machten wir uns dann auf die Suche nach einem Taxi, dass uns zu unserem gewünschten Ziel bringen und nach ein paar Stunden wieder abholen sollte. Das war schnell gefunden und wir taten uns auch schon besser im verhandeln um den Fahrpreis. Unser Fahrer bot uns sogar an die ganze Zeit auf uns zu warten und das alles für insgesamt 25€. Na wie nett dachten wir uns, schließlich kann das ganze ja ein paar Stündchen dauern... Als wir dann allerdings am Cap Spartel ankamen mussten wir schnell feststellen, dass es so viel nicht zu sehen gab. Ein schöner Ausblick auf das Meer, ein netter Leuchtturm im Hintergrund, den man aber auch nicht besichtigen konnte... ja und das war auch schon alles. Nach 15 Minuten rumstehen und den Felsen hinutergucken sammelte unser Taxifahrer uns wieder ein und es ging zu der Grotte. Auch das war ganz schön, aber auch innerhalb von einer halben Stunde besichtigt. Ein Führer drängte sich uns noch auf, der meinte uns die Grotte auf Englisch erklären zu können, ich hab allerdings von seinem englisch fast nichts verstanden. Das Einzige was ich verstanden habe war, dass die Umrisse die das Meer in die Grotte geschlagen hat aussehen wie Afrika, was wirklich cool ist. Naja nach ungefähr 1,5 Stunden waren wir dann auch schon wieder in Tanger zurück und haben den Rest der Wartezeit gemütlich original Falafel essend vertrödelt.
Dann warteten noch zwei Überraschungen in Tarifa auf uns. Zum einen war noch Stadtfest und der Ortsansässige deutsche Bäcker vekaufte dort tolles Körnerbrot. Wir haben unser allerletztes Kleingeld zusammengeschmissen und für 1,90€ tolles, leckeres Brot erstanden, das normalerweise 3€ gekostet hätte... Dann allerdings war es vorbei mit unserem Glück, den der Bus den wir eigentlich zurück nach Cadiz nehmen wollten war voll und wir mussten 1,5 Stunden auf den nächsten warten. Sehr merkwürdiges verrücktes spanisches Bussystem. Wir hatten Glück, dass überhaupt noch ein Bus danach fuhr... naja ansonsten hätte ich glaube ich einfach in der tollen Dusche in unserem ehemaligen Hotel/Hostel übernachtet ;). Aber dann sind wir ja doch schließlich und endlich um 23.30 Uhr eschöpft von einem schönen Wochenende wieder zu hause angekommen.
Tanger

17 de septiembre de 2007

Hang me up to dry

Nachdem es hier in Cádiz von Sonntag bis Donnerstag ganz viel geregnet hat und spanisch untypisches Wetter war, haben wir uns die letzte drei Tage erstmal an den Strand zum trocknen gelegt und gar nichts gemacht außer Sonnenstrahlen zählen. Und damit hatten wir auch genug zu tun.

Allerdings waren wir auch während der großen Regenzeit nicht untätig und haben die Stadt weiter erkundet. An einem Tag waren wir im Cadiz-Museum, was allerdings nich so super spannend war, weil leider fast alle Beschreibungen von den Sachen auf Spanisch waren und ich mit meinem Anfänger-Spanisch nicht so viel verstanden habe. Dann waren wir unter anderem noch auf dem großen Gemüse/Obst- und Fischmarkt. Der Gemüse- und Obst-Teil des Markts ist wirklich super cool. Super viele Stände mit ganz vielen verschiedenen Früchten zu niedrigsten Preisen. Der Fischmarkt-Teil war dann allerdings nicht ganz so cool. Überall lebendig aussehende Fische, die einen aber mit ihren toten Augen anstarren, dass sich einem der Magen umdreht. Echt übel.

Ansonsten haben wir übrigens festgestellt, dass unserer perfekten Wohnung mit ihrer perfekten Lage direkt am Meer eine Schule gegenübersteht, in der jeden (!!) abend in der Woche nette Kinder mit ihrer Blaskappelle üben. So haben wir jeden abend nette Musik zu hören... ich allerdings frage mich dazu: 1. was für Kinder spielen in einer Blaskapelle, 2. was für Kinder haben Lust jeden abend zu üben und dann auch noch 3. immer ein und dasselbe Lied?! Verrückte Spanier! Naja, das Bild oben ist der Blick aus unserem Wohnzimmer, der dann doch eigentlich für fast alles entschädigt :)