8 de enero de 2008

people are strange when you're a stranger

da ich ja gerade 2 wochen auf deutschland besuch war und nichts spektakuläres passiert ist, außer das weihnachten und silvester war, dachte ich, ich mache mir mal den spaß und dokumentiere hier ein paar kulturelle unterschiede zwischen spanien und deutschland. außerdem habe ich mir doch auch fest vorgenommen, den blog wieder mit mehr leben zu füllen. also los geht’s:

wie spät ist es?!

manchmal muss man anscheinend erst ins ausland gehen um zu merken, wie deutsch doch eigentlich selbst ist. wer mich gut kennt weiß, dass ich einen hang dazu habe mich zu verspäten. dabei sind wir deutschen doch als so außerordentlich pünktlich verschrien. doch mir sind schon desöfteren busse und züge vor der nase weggerauscht. und regelmäßig müssen meine freunde auf mich warten. da müsste man denken ich bin in spanien genau richtig aufgehoben, denn pünklichkeit ist für spanier ein fremdwort. zuweilen kommt mir diese kulturelle eigenart tatsächlich sehr gelegen, zum beispiel wenn es darum geht pünktlich um 10 uhr in der uni zu erscheinen. das muss nämlich wirklich nicht sein. obwohl ich nur 10 minuten bis zur uni brauche komme ich doch immer wieder mindestens 10 minuten zu spät, wenn es wie aus eimern gießt und ich schirmlos überlege ob ich überhaupt zur uni gehen soll auch mal 45 minuten. doch es interessiert niemanden. trotz allem nehme ich mir natürlich jeden tag vor: heute bist du mal pünktlich! denn auf die dauer macht es vermutlich auch auf die spanischen dozenten nicht den besten eindruck wenn man immer(!) zu spät kommt. allerdings befürchte ich, dass es niemals klappen wird, so lange mich nicht mal jemand zur ordnung ruft. da gibt’s einfach keine motivation. und im bett ist es morgens einfach am gemütlichsten. da machste nix… dann gibt es allerdings auch wieder tage, da nervt diese jeder-kommt-wann-er-will mentalität doch unglaublich. natürlich bin ich auch immer spät dran. Aber das hält sich ja wenigstens noch in gewissen grenzen. und wenn ich mir wirklich, wirklich mühe gebe, dann kann ich auch pünktlich sein. den spaniern dagegen ist alles egal. meine dozenten sind ja schon mal die besten beispiele dafür. außerdem kann man sich nie auf irgendwas verlassen: man ist verabredet und nach einer stunde die sms: ich komme doch nicht mehr. bitte?? man kann wirklich keine zeitlichen absprachen treffen. die kommen ja doch immer wann sie wollen. selbst die filme im fernsehen. die fernsehzeitung sagt, der film fängt um 22 uhr an, aber das heißt natürlich gar nichts. höchstens, dass der film irgendwann nach 22 uhr anfängt… ich habe manchmal das gefühl diese menschen leben in einer anderen zeitzone, oder besser in keiner. die brauchen keine uhren. die machen einfach irgendwie, kommen irgendwann. der tag wird höchstens noch nach morgens, mittags, abends eingeteilt. da erwische ich mich doch tatsächlich manchmal, wie ich mir ein wenig deutsche verlässlich- und pünktlichkeit wünsche.

das leben auf der straße.

auch das mit den verkehrsregeln ist so eine sache für sich. sie scheinen nämlich nicht für alle am straßenverkehrbeteiligten zu gelten. für rollerfahrer sowieso schon mal gar nicht. rote amplen werden gerne überfahren und auch sonst wird durch die straßen gerauscht, als ob es kein morgen gebe. das wichtigste werkzeug für einen autofahrer ist dabei seine hupe, denn ohne die ist er in cadiz nichts. denn die hupe muss immer bereit sein. sobald die ampel auf grün springt wird losgehupt, auch wenn der erste an der ampel gar nicht schneller losfahren könnte. wenn jemand links abiegen möchte, aber nicht kann, weil ihm autos entgegen kommen wird hinter ihm direkt fleißig losgehupt, so laut es nur geht. eigentlich wird einfach immer gehupt. nur so. das kann einen ganz schön aggressiv machen. grrr. dazu parken die spanier sich gegenseitig ziemlich nett zu und quetschen sich in die kleinste parklücke. ob beim ein- oder ausparken irgendwelche anderen autos angefahren werden und beulen entstehen interessiert dabei wirklich niemanden.

selbstbedienung.

auch selbstbedienung ist genauso wie pünktlichkeit ein fremdwort in spanien. überall wird man bedient. in der uni zum beispiel gibt es nicht wie bei uns in der bib kopierer an denen man selbst alles kopieren kann, nein es gibt einen extra kopier-raum, in dem ein mann mit 2 kopierern wohnt. dort muss man hingehen und sich in riesigen schlangen einreihen und warten bis man dran ist und der mann kopiert dann für einen. ganz schön umständlich eigentlich. an der supermarktkasse muss man seine einkäufe nicht selbst einpacken, dass macht die kassiererin. ganz egal auch wie lang die schlange ist. in aller ruhe wird alles ordentlich in den tüten verstaut. außerdem darf man in vielen supermärkten das gemüse und obst nicht selber wiegen, sondern ein angestellter tut das. das kann allerdings ganz schön ungünstig sein, wenn man erst kurze zeit in spanien ist und nicht weiß, was zucchini oder birne heißt. allerdings lernt mans so natürlich auch umso schneller.

mülltrennung.

scheint ganz schön schwierig zu sein. grüner punkt was ist das? papier getrennt sammeln? warum? und wenn man papier sammelt, dann schmeißt man es einfach zusammen mit der plastiktüte in der man es gesammelt hat in den container. wenigstens versucht die stadt es mit aufklärender propaganda an allen bushalte stellen: dort hängen plakate auf denen mit großen bildern erklärt wird, wie das alles funktioniert mit der mülltrennung.


to be continued...

19 de diciembre de 2007

de madrid al cielo

frisch erkrankt bin ich aus madrid zurück und möchte euch dann doch noch an meinen erlebnissen teilhaben lassen.
begonnen hat die große busreise genau heute vor zwei wochen, an einem schönen Mittwoch abend gegen 22°° uhr in einem engen, kleinen, kalten bus. und ich mit meinem glück saß natürlich neben einem großen, fremden, spanischen mann, der nicht mit mir geredet hat und irgendwie unheimlich war. in den pinkelpausen hat er sich zum beispiel immer in luft aufgelöst... man guckt einmal kurz nach rechts aus dem fenster und überlegt, ob man aussteigt oder nicht, guckt wieder nach links und puff! der typ ist verschwunden. und genauso mysteriös taucht er dann auch einfach wieder aus der versenkung auf. zum glück konnte ich die meiste zeit bis zur ankunft in madrid um 7°° uhr in der kalten früh schlafen.
auch das hostel haben wir dank super wegbeschreibung direkt gefunden, leider durften wir unsere zimmer erst um 12°° uhr beziehen. dafür haben wir uns dann erstmal im aufenthaltsraum breit gemacht und dort einfach munter weitergeschlafen. nachdem wir uns dann um 12 an unserem mini 6er zimmer und dem einem badezimmer auf dem flur erfreut haben ging es dann erstmal los zum weihnachtsmarkt. wobei das, was wir da vorfanden, kann eigentlich nicht wirklich als weihnachtsmarkt bezeichnet werden. auf dem plaza mayor waren vielleicht 20 stände aufgebaut an denen ausnahmslos entweder bunte perücken und masken oder super kitschige krippenfiguren verkauft wurden. wirklich und ungelogen, jeder stand sah gleich aus: entweder gabs genau die gleichen perücken oder krippenfiguren. zusätzlich gab es auf dem platz noch chips-stände. ja chips-stände. ein tisch mit einem riesenberg chips, die dann frisch in eine tüte gefüllt wurden. nach diesem super weihnachtlichem erlebnis, ging es dann noch kulturell weiter ins museo reina sofia. das war wirklich richtig, richtig toll. erstmal gab es eine tolle temporäre fotoausstellung. aber auch sonst was das museum super. alles war in verschiedene räume zu verschiedenen überthemen, wir kubismus oder landschaft etc. aufgeteilt. das hat spaß gemacht. danach sind wir dann ins bett zu gefallen.
am freitag ging es dann erst auf hoheitlichen besuch in den palacio real (prunk und überfluss!! sowas hat man noch nicht gesehen!!) und danach auf privat stadtführung mit julia, einer bekannten mit der ich zusammen spanisch lk hatte und die gerade erasmus in madrid macht. viel gesehen, viel erlebt. leider darf man in madrid in keinem museum fotos machen, weshalb ich leider alle die schönen dinge in meinem kopf abspeichern musste und sie nun nicht zur verschönerung an die seiten meines langweiligen textes stellen kann. vielleicht male ich euch einfach alles auf, wenn ich zu hause bin... abends haben wir dann schlange gestanden um in einer sehr beliebten kneipe in der innenstadt von madrid ein glas sangria schlürfen zu können. die bar mit nettem piano spieler wurde uns auch von julia empfohlen. und sie war wirklich äußerst beliebt - wir standen fast eine stunde an. als wir die heiligen hallen dann endlich betreten durften war es einfach nur super voll und super laut. aber auch sehr nett und äußerst günstig. vielleicht deswegen so beliebt? wegen dem pianisten kann es wohl kaum gewesen sein. der arme mann hat sich die finger wund gespielt, aber zugehört hat keiner... konnte auch keiner, bei der geräuschkulisse.
am samstag morgen in der früh ging es dann ins prado, wo wir auch dann fast 5 stunden verbracht haben. und ganz ehrlich muss ich sagen, dass mir das museo reina sofia besser gefallen hat. wobei die tempöräre velazquez ausstellung auch ziemlich toll war. nach den 5 stunden kunst waren wir erstmal halb tot und haben uns in 2 gruppen geteilt. julia, anke und ich sind erst noch zur entspannung den palmengarten im bahnhof und ein bisschen in dem netten botanischen garten direkt neben dem prado spazieren gegangen. danach wollten wir uns in der dämmerung madird von oben, vom moncloa-turm aus angucken. allerdings war der turm leider geschlossen und aus der aussicht wurde nichts. abends ging es dann zusammen mit der madrider julia in einen coolen club wo einfach den ganzen abend lang nur super gute musik gespielt wurde. endlich mal wieder. in cadiz gibt es so was ja überhaupt nicht. wir haben uns so gefreut, dass wir die ganze nacht bis morgens um 6 mit einem dicken grinsen auf dem gesicht durchgetanzt haben. dann wurden alle rausgeworfen. um 7 waren wir dann zurück im hostel und irgendwie fanden julia (aus cadiz) und ich, dass es nicht wirklich lohnt sich nun noch für 2 stunden schlafen zu legen und haben zum erschrecken und erstaunen unserer mitreisender beschlossen durchzumachen. später waren wir sogar die frischesten von allen und sind noch zu einem sehr coolen flohmarkt gefahren, wo ich noch super billig eine beatles platte erstanden habe. juppie. um 15°° ging es dann zurück nach cadiz. fast wären wir noch in einem ungemeinem chaos in den falschen bus gestiegen. aber auch nur fast. am ende ist noch mal alles gut gegangen und wir fröhlich und übermüdet mitten in der nacht in unserer spanischen heimatstadt angekommen.

19 de noviembre de 2007

slow down everyone you're moving too fast!

ich weiß auch nicht was passiert ist aber auf einmal ist fast ein monat um und mein letzter eintrag hat schon spinnenweben angesetzt. irgendwie vergeht die zeit hier schneller als sonst... und ich fürchte es ist eine spezialität der spanischen uhren, ich kann da gar nichts machen. dabei hab ich doch eigentlich so viel zu erzählen. also angeschnallt und los geht’s im schnell durchlauf durch die höhen und tiefen der letzten wochen: vor nun schon fast vier wochen waren meine eltern zu besuch um meine neue wohnung gezeigt. zusammen haben wir dann noch gibraltar und sevilla besucht. ja, schon wieder gibraltar. schließlich sind doch alle guten dinge drei. es war auch wieder sehr nett dort, diesmal hatten wir super wetter und da war die aussicht noch mal viel schöner. auf grund der guten wetterlage hat es dann aber auch bei weitem mehr touristen auf den felsen gezogen, was die zuvor so nett erscheinenden affen ganz schön verrückt gemacht hat. es war ein großer spaß. die affen haben den touris ihre plastiktüten und alles essbare gierigst aus den händen gerissen. sogar in einen kiosk sind die affen rein gekommen und haben jemandem seine gerade gekaufte tüte weingummi stibitzt. es war einfach so lustig. ich habe auch ein wunderschönes bild machen können von einem der gerade sein geklautes eis genießt :D.
auch sevilla war super schön. wir haben uns la
giralda und den alcazar angesehen. la giralda war sehr interessant, besonders hat mich die riesige orgel und der schöne ausblick vom turm beeindruckt. achja und außerdem haben wir noch das grab von christopher kolumbus begutachten können. ganz groß. dem spanischen nationalheld. der alacazar war auch super schön. hat mir noch besser gefallen als la giralda. war auf jeden fall sehr, sehr schön in sevilla. am darauf folgenden donnerstag ging es dann auch direkt schon weiter mit dem reisen. eigentlich hatten wir geplant über das lange wochenende über ronda und marbella nach granada zu reisen. da war wir natürlich viel zu spät dran waren mit unseren planungen war kein einziges hostel mehr in und um gibraltar herum zu finden. also umgeplant, fahren wir halt nach cordoba (was uns allerdings noch zum verhängnis werden sollte...). selbst in cordoba waren keine schlafplätze mehr zu bekommen. glücklichweise haben wir dann ein nettes hostel 45 minuten von cordoba entfernt gefunden. wir waren ja mobil, also alles kein problem. so konnte es dann donnerstag mittag gemütlich nach der halloween-party am vorabend in richtung arcos losgehen. arcos ist ein super schönes dörfchen mitten in den bergen mit einer tiefen schlucht und total verträumten gassen. am lustigsten an der schlucht fand ich dieses unglaubliche wohnzimmerfenster direkt am abgrund. bei diesem ausblick kann man nur neidisch werden. da sitzt man wirklich mal in der ersten reihe und ist mittendrin statt nur dabei. nach ner stärkung durch ein eis gings dann weiter nach marbella, wo wir abends ankamen. warum man marbella mit luxus, glitter und glamour verbindet ist mir echt ein rätsel, denn außer der altstadt und der strandpromenade ist die stadt irgendwie ganz schön verdreckt und hässlich. und dazu auch noch gruselig. als wir abends ankamen waren wir total ausgehungert und haben uns nachdem wir eingecheckt haben erstmal auf die suche nach nem restaurant gemacht. das war auch alles noch okay, nur der rückweg zum hostel wurde eine einzige tortur. Denn, wie sollte es anders sein? Wir haben uns total verlaufen und haben für einen weg von vielleicht allerhöchstens 20 minuten fast 2 stunden gebraucht. dazu war es einfach nur ober-gruselig in der stadt. wir waren zu viert und haben uns trotzdem echt vor den gestalten gefürchtet die da rum liefen. als wir an einer tankstelle nach dem weg gefragt haben hat uns der nette sicherheitsbeamte auch davon abgeraten den kürzesten weg nach hause zu nehmen, denn der wäre nachts zu gefährlich... so viel zu marbella. am nächsten morgen haben wir uns dann noch den yacht-hafen angeguckt, aber wirklich überzeugen konnte mich das nicht. weiter ging es dann nach ronda. ronda hatte für uns eine hübsche maurisch geprägte altstadt mit einigen sehenswürdigkeiten zu bieten. Besonders bekannt ist die Puente Nuevo die die durch die 100 m tiefe schlucht getrennte alt- und neustadt verbindet. ziemlich eindrucksvoll. dazu stand auf dem kulturprogramm noch der Palacio Mondragon und die Banos Arabes. auch sehr interessant und schön. achja und interessant ist vielleicht nach das einige bekannte schriftsteller, unter anderem ernest hemmingway und rainer maria rilke, sich in ronda absetzten um an ihren romanen, gedichten oder was auch immer zu schreiben. weiter gings ins hostel und die nächsten beiden tage nach cordoba. wir haben stadt und menschen auf uns wirken lassen und waren ein bisschen einkaufen. aber auch hier kam natürlich die kultur nicht zu kurz: wir schlenderten durch die judería, die altstadt, in der juden und araber lebten und sahen uns die letzte von 300 synagogen an, die durch die christliche reconquista nach der vertreibung der juden und muslime nicht zerstört wurde. dann stand noch der alcazar de los reyes auf dem programm. das innere konnte nicht sonderlich beeindrucken, allerdings dafür die unglaubliche große und wunderschöne parkanlage um so mehr. zu guter letzt besuchten wir noch die schöne und beeindruckende mezquita. sie wurde zu den Zeiten des maurischen spaniens durch die emire und kalife von córdoba gebaut. irgendwann wurde die moschee dann aber zur christlichen kirche umgeweiht und mit kirchenelementen ergänzt, was mir aber nicht sonderlich gut gefallen hat, weil diese teile einfach viel hässlicher und kitschiger sind und nicht wirlich zum rest des gebäudes passen. mit all diesen eindrücken wollen wir zurück nach cadiz fahren und machen uns auf dem weg zum auto. doch so fröhlich soll unsere reise nicht zu ende gehen: das auto ist aufgebrochen, all unsere sachen durchwühlt. nach dem ersten schock sieht es so aus, als ob nichts fehlt. doch dann kommt der zweite schock: mein rucksack fehlt! und zwar nur mein rucksack. mit all meinen sachen. nur meine schuhe haben sie mir gelassen. und damit fing auch meine pehsträhne an: denn kurz darauf wurde ich super krank und nun ist meine deutsche bank karte kaputt und ich kann kein geld mehr abheben und besitze noch sage und schreibe 3€ bargeld. ich weiß gar nicht was jetzt noch schief gehen soll. mich erschreckt nichts mehr. und eigentlich kann es nur noch besser werden... ansonsten waren die letzten beiden wochen eher ruhig, ich bin mal nicht verreist und musste sogar ausnahmsweise was für die uni tun. erschreckend. zum glück gehts anfang dezember wieder auf große reise, diesmal heißt das ziel für vier tage madrid. das hostel ist schon gebucht. diesmal früh genug. wir haben ja gelernt. ich freu mich schon. spätestens danach gibts wieder einen neuen eintrag. aber ich geb mir mühe vielleicht schon vorher noch was zu schreiben...

23 de octubre de 2007

you cannot run or ever, ever escape...

... detlef D! soost. da fliegt man meilen nach spanien, wo es kein deutsches fernsehen gibt und glaubt sich in sicherheit vor blöden deutschen b-promis. denkste. die wahrscheinlich größte nervensäge des casting-businesses kommt einfach hierher. in meine kleine stadt. ich bin geschockt.
es war gestern. ich laufe gemütlich durch die stadt zur uni, als mir zwei deutsche auffallen. sie stehen vor so einem auto für kinder, wo man geld reinwirft und das dann so hin und her schauckelt, und feuern lauthals mit dämlichsten sprüchen die beiden darin sitzenden kinder an. ich denke mir nur, oh man, doofe deutsche. ich betrachte im vorbeigehen die beiden typen genauer und stelle fest, der eine peinliche typ ist doch tatsächlich detlef D! soost. was will der hier? bevor ich das herausfinden konnte bin ich allerdings schnell weitergelaufen, bevor er entdecken konnte, wie toll ich tanzen und singen kann und mich noch casten will ;). und was haben wir daraus gelernt? D! ist in echt genauso doof, wie im fernsehen.

18 de octubre de 2007

Sandblasted and Set Free

Letztes Wochenende haben wir, das sind Anke, Jessica, Aurelia und Anna, einen schönen Kurztrip nach Vejer de la Frontera, Canas de Mecca und Gibraltar gemacht. Die erste Schwierigkeit die dazu überwunden werden musste, war das Auto zu mieten. Natürlich mussten wir das allerbilligste Angebot im Internet finden, anstelle das Auto an Ort und Stelle persönlich zu mieten, denn warum einfach wenn’s auch schwer geht?! Es gab ein großes hin- und her mit unbeantworteten Anrufen bei den Autoverleihern und E-mails in denen wir durch komische Formatierung nicht lesen konnten, wo man das Auto abholen sollte. Doch von so ein paar kleinen Schwierigkeiten lassen wir uns ja nicht aufhalten. Letztendlich konnten wir dann auch Samstag morgen um 09:00 unser hübsches kleines Auto abholen und direkt auf die Autobahn Richtung Vejer düsen.
Vejer ist ein kleines verschlafenes Dörfchen, das ganz oben auf einem Berg liegt. Schon von weitem kann man Vejer sehen, denn das Dorf besteht komplett aus weißen Häuschen. Ein sehr hübscher Anblick. Viel zu besichtigen gibt’s in Vejer nicht, aber dafür ist der Aussicht von dort oben einfach superb. Und auch das Dorf an sich ist echt schön mit seinen kleinen Gassen. Von da aus ging’s dann erstmal weiter zu dem super schönen Strand von Canas de Mecca. Ein absolutes Surferparadies. Super windig, eine schöne Bucht und perfekter Sandstrand. Am Anfang der Bucht wurde das ganze auch von ungefähr einer Milliarde Kite-Surfern ausgenutzt. Wir haben kurz angehalten und einfach nur bewundert, wie die ganzen Surfer es schaffen sich nicht mit ihren Schnüren gegenseitig zu verheddern. Dann sind wir noch weiter gefahren zu einem etwas abgelegeneren Stück, das fast komplett menschenleer war. Super schön und super ruhig. Totaler Gegensatz zu Cádiz, also von der Lautstärke her. Einziger Nachteil war der Wind, der uns den Sand ein bisschen um die Ohren geweht hat. Während die anderen sich von Wind und Wetter nicht haben beeindrucken lassen und trotzdem im Bikini am Strand lagen, lag ich Frostbeule daneben im Pulli und hab ein bisschen gefroren. Trotzdem war es super schön dort. Gegen Abend kamen dann auch auf einmal einige Spanier aus ihren Löchern gekrabbelt und fingen an sich um uns herum mit ihren Angeln aufzubauen. Bevor wir sehen konnten wie sie tatsächlich Fische aus dem Wasser ziehen, sind wir schnell aufgebrochen zu unserem Schlafplatz in Tarifa. Unterwegs haben wir noch einen halben Großeinkauf bei Plus gemacht. Das war wie eine Kurzreise nach Deutschland. Alles sah ganz genau aus wie zu hause. Also haben wir leckere Sachen fürs Abendessen eingekauft und haben uns im Hostel damit den Bauch voll geschlagen. Danach haben wir Tarifa noch ein wenig unsicher gemacht, haben uns eine nette kleine Kneipe gesucht und Cocktails geschlürft. Um zwei haben wir uns dann aber auch schon wieder auf den Weg ins Bett gemacht, weil wir ja am nächsten Tag noch einiges vorhatten. Zuerst konnten wir auch ein paar Stunden ganz gut schlafen, bis der Mensch eintraf, der unter mir im Hochbett schlafen wollte und mit seiner nächtlichen Ruhestörung begann: Schnarchen! Laut, lauter, am lautesten. Anke und ich sind direkt wach geworden und haben uns erstmal lautstark darüber aufgeregt, ich habe gehustet was ich konnte, aber den schnarchenden Typen hat das gar nicht gestört. Ich hatte sogar Ohrstöpsel dabei, aber irgendwie waren die soweit entfernt auf dem Boden in den tiefen meines Rucksackes, dass ich im dunkeln auch keine Lust hatte aufzustehen, aus dem Hochbett zu fallen und die nicht zu finden. Eine Möglichkeit das Schnarchen wenigstens immer mal wieder für kurze Zeit abzustellen haben wir dann sogar auch noch gefunden. Anke musste einfach nur mal kräftig an unserem Hochbett wackeln und schon war es ruhig. Wenigstens kurzzeitig. Also erholsam schlafen ist auf jeden Fall anders, vor allem weil ich noch eine schöne Erkältung mit mir herum geschleppt habe, aber na ja Nacht überstanden, dick gefrühstückt und weiter nach Gibraltar. Diesmal mit Ausweis. Erstmal haben wir das Auto kurz vor der Grenze geparkt und sind rein gelaufen. Direkt hinter der Grenze ist die Flugzeug Landebahn, wo auch direkt ein Flugzeug gestartet ist als wir ankamen. Das war echt beeindruckend. Ich war noch nie so nah und ohne Scheibe an einem startenden Flugzeug. Ziemlich cool. Dann sind wir mal wieder ein bisschen umhergeirrt, haben uns ein bisschen die Stadt angesehen, die einfach nur hässlich ist. Gefroren haben wir auch, denn auf so schlechtes Wetter waren wir irgendwie nicht vorbereitet. Ein mit dunklen Wolken verhangener Himmel und hin und wieder ein schöner Schauer Es war absolut passendes englisches Wetter. Wie sollte es in Gibraltar auch anders sein?! Wir haben uns dann in eine typisch englisches Cafe verkrümelt und Tee und Kaffee getrunken und uns aufgewärmt. Irgendwie ging uns dabei ziemlich viel zeit verloren. Plötzlich war es drei und wir sind losgeeilt zum Affenfelsen, der wollte doch noch erklommen werden und das eigentlich zu Fuß. Nach einem absoluten Chaos sind wir dann aber doch zurück, weil es ja schon ziemlich spät war und haben unser Auto geholt und sind den Weg hoch gefahren, was im nachhinein einfach nur die allerbeste Entscheidung war. Auf dem Affenfelsen war es ziemlich toll. Da laufen wirklich überall Affen rum. Außerdem haben wir noch eine schöne, super alte Tropfsteinhöhle besucht, die St. Michael‘s Cave. Danach haben wir uns noch den Siege Tunnel angeguckt. Der wurde 1779 allein mit Handwerkzeugen von den Menschen in den Felsen geschlagen und diente als Verteidigungsanlage. Ziemlich krass. Außerdem haben wir durch Zufall einen wunderschönen Aussichtspunkt gefunden. Supermegabonito. Also ich kann nur festhalten, so schön und interessant der Affenfelsen, so hässlich und langweilig die Stadt. Eigentlich wollten wir uns auch noch als großes Highlight von Gibraltar die „100 ton gun“ angucken, aber da wir den halben Tag im Cafe vertrödelt hatten, waren wir zu spät dran und konnten nichts mehr viel sehen, nur mal kurz über den Zaun lucken. Danach ging es dann müde wieder Richtung Heimat, ins eigene Bett. Alles in allem ein super schönes Wochenende. Sogar die Autofahrten an sich haben Spaß gemacht. Es war so cool durch die Sonne über die Autobahn zu düsen und dabei Kiss FM zu hören und lauthals mitzusingen :). Kiss FM kann ich wirklich nur weiterempfehlen. Die spielen eine super Mischung aus dem besten was die 90er zu bieten haben und den kitschigsten Liebeslieder überhaupt. Großartig!